Reifenproduktion

Als Service- und Systempartner für Unternehmen der reifenherstellenden Industrien liefern und beraten wir rund um die Themen Hydraulik, Schmiertechnik, Rohrbiegeservice, Aggregatebau und Druckluftaufbereitung.

Früher wie heute werden Reifen auf hydraulisch betriebenen Heizpressen am Ende des Produktionsprozesses in die entsprechende Endform gebracht. Unter hohen hydraulisch aufgebrachten Kräften stellen namhafte Hersteller wie Pirelli, Bridgestone, Goodyear Dunlop und andere Reifen für Millionen von Kraftfahrzeugen her.

Wir unterstützen unsere Kunden der reifenproduzierenden Industrien Deutschlands in diesen Bereichen:

  • Austausch und Instandsetzung von Hydraulikzylindern
  • Turnusgemäßer Wechsel von Hydraulikschlauchleitungen entsprechend der Vorschriften der Berufsgenossenschaften
  • Neudimensionierung, Umbau und Erweiterung bestehender Systeme
  • Umrüstung von Hydraulikschläuchen auf Hydraulikrohre
  • Ersetzen von geschweißten Rohrbögen durch kaltgebogene Rohre zur Verringerung von Stillstandszeiten durch Schweißnahtrisse bedingt durch hohe Systemvibrationen
  • Retrofits kompletter Hydraulikpressen
  • Leckagebeseitigung und Leckagefreiheitsgarantien bis 3 Jahre in weichdichtenden Hydrauliksystemen

Beschreibung Reifenherstellung

 

Die Reifenherstellung
Die Reifenherstellung ist ein ausgeprägter Prozess, der zahlreiche Fertigungsschritte beinhaltet. Beispielsweise besteht ein Reifen aus mehr als zehn verschiedenen Gummimischungen und aus bis zu 25 einzelnen Bauteilen.

1. Die richtige Mischung
Am Anfang der Reifenproduktion kommt es auf die richtige Gummimischung drauf an. Diese hängt von den verschiedenen Anforderungen die an die unterschiedlichen Bauteile des Reifens gestellt werden, ein Reifen kann aus bis zu 45 verschiedenen Rohstoffen bestehen. Der Grundstoff eines Reifens bilden zu rund 40 % natürlicher und künstlicher Kautschuk, diese pflanzlichen und synthetischen Gummisubstanzen werden durch sogenannte Füllstoffe ergänzt.
Dazu gehören:
  • Silica
  • Ruß
  • Öle
  • chemische Zusätze
  • Kreide
  • Harze
  • Verzögerer
  • Mischhilfen
  • Beschleuniger
  • Aktivatoren
  • Schwefel

Diese Füllstoffe entscheiden über Haltbarkeit, Rollwiderstand, Abrieb und guten Grip.

2. Den Reifen in Form bringen
Die Mischung wird von Experten freigeben, danach folgt der sogenannte "Extrude". Dies ist eine Spritzgießmaschine, die die fertige Mischung durch formgebende Düsen spritz. so erhalten Laufstreifen, Seitenwände und andere Konstruktionselemente ihre Form. Danach folgt die Zuschneidung der Bauteile. Zur gleichen Zeit werden der textile Reifenunterbau, die Karkasse, die Wulstkerne und die Stahlgürtellagen gefertigt. Diese garantieren die Belastbarkeit des Reifens und haben Einfluss auf die Übertragung der Seiten- und Querkräfte, den Federungskomfort und die Fahreigenschaften.

3. Entstehung des Rohlings
In der nächsten Fertigungsstufe wird der Reifenaufbau getätigt. Die einzelnen Komponenten werden hier zu einem Reifenrohling zusammengefügt. Auf der sogenannten Aufbautrommel, einem Stahlkörper mit aufblasbarem Gummibalg, wird das erstellte Material entweder von Hand oder automatisch aufgelegt und dementsprechend zusammengefügt. Nach diesem Schritt ist der Rohling fertig und gleicht schon dem späteren Endprodukt. Jedoch hat der Rohling aber noch kein Profil und ist weder elastisch, noch besonders haltbar.

4. Vulkanisation
Der nächste Schritt in der Reifenproduktion ist die Heiz- oder Vulkanisationspresse. Hier enthält der Reifen zum einen, mit Hilfe von Formen aus Aluminium sein Profil und zum anderen, wird er unter Druck und bei Temperaturen von 165 bis 200 Grad Celsius elastisch. Dabei werden die Bauteile des Reifens unlösbar miteinander verbunden. Außerdem wird während des Heizvorgangs durch die Vulkanisationsform auch das Profil auf den Laufstreifen geprägt. Hier für ist Inneren der Form das Reifenprofil als Negativmuster eingraviert.

  • die Heizzeit für PKW-Reifen: 9 bis 17 Minuten
  • der Druck beträgt: bis zu 22 Bar

Diese Werte sind abhängig vom Reifentyp, seiner Größe und den gewünschten Eigenschaften.

5. Die Qualitätskontrolle
In der letzten Fertigungsstufe fällt die Endinspektion an. Hier prüfen erfahrene Spezialisten mit Augen und Händen jeden Reifen auf Fehler. Mit verschiedenen Messungen wird die Gleichförmigkeit der Kräfte gemessen, die der Reifen auf die Straße ausübt. Durch spezielle Verfahren, Röntgenmessgeräten und Holografie-Verfahren werden Mängel im Reifenunterbau entdeckt und Materialstruktur des Reifens geprüft. Außerdem werden auf speziellen Schnelllaufprüfständen die Hochgeschwindigkeits- und Strukturfestigkeit des Reifens stichprobenartig getestet. Erst nach dem ein Reifen all diese Qualitätskontrollen durchlaufen hat kann er ausgeliefert und für sicheres Fahrverhalten garantieren.