Dichtungen

Wir liefern und fertigen ein umfangreiches Sortiment an Dichtungen aus den Bereichen

Dichtungen O-RINGE, X-RINGE

O-RINGE, X-RINGE

  • Metrisch, zöllig
  • NPR, EPDM, FPM, Silicon, PU, PTFE, KALREZ

O-Ringe in der Hydraulik

 

Als Spezialist in der Hydraulik und Schmiertechnik beraten wir Sie gern zu O-Ringen verschiedener Materialien, wie z.B. NPR, EPDM, FPM, Silicon, PU, PTFE, KALREZ oder zölliger und metrischer Abmaße sowie bei der Anfertigung von Sonderdichtungen. 

 

Woran ist der O-Ring erkennbar?

Die sogenannten O-ringe - umgangssprachlich auch Nullringe genannt - sind spezielle, ringförmige Dichtungselemente, deren Querschnitt einen Kreis beschreibt. Das heißt, ein zertrennter Oring hat zwei kreisförmige Schnittflächen. In der Regel ist ein Oring aus Gummi und meist schwarz. Sie werden an Verbindungsstellen in speziellen Verjüngungen, es kann sich zum Beispiel um eine Nut handeln, eingesetzt. Die O-ringe sollten mit silikonhaltigem Fett leicht benetzt sein; nur so ist gewährleistet, dass sie bei dauerhafter Belastung nicht reißen. Wichtig ist dies vor allem dann, wenn Sie in dynamische Prozesse eingebunden sind. Das gilt vor allem in der Hydraulik, z.B. beim Einsatz von Hydraulikzylindern. Der O-ring kann nämlich auch dann verwendet werden, wenn neben der Abdichtung auch eine gewisse Beweglichkeit hergestellt werden soll. Ein Beispiel dafür stellen Wellen an Drehvorrichtungen dar. 

Die Eigenschaften des O-Ringes
O-Ringe variieren in Größe und Material und werden normalerweise im Spritzgussverfahren hergestellt. Für das Abmessen der passenden Größe sind zwei Dinge entscheidend: der Innendurchmesser und die Schnurstärke. Die Schnurstärke bezeichnet den Durchmesser des Querschnitts. Die Angaben lauten dann zum Beispiel: 12 * 1,8 mm. Sie sind der Verpackung zu entnehmen. Es existieren einige Standardabmessungen für Oringe. Wenn die Größe stimmt, dichten die O-Ringe sehr gut ab, und sorgen dennoch für eine hohe Beweglichkeit. 
 
Die aneinander gekuppelten Bauteile können in der Regel um 360 Grad gedreht werden. Manchmal werden O-Ringe auch verwendet, um eine gelenkartige Bewegung der angekuppelten Teile zu ermöglichen. Ein O-Ring besteht in der Regel aus Kautschuk, manchmal auch aus Polyethylen – diese Stoffe sind elastisch. Diese Elastomere sind lichtempfindlich, es empfiehlt sich daher, sie vor der Montage nicht zu lange einer Lichtquelle auszusetzen. Am besten werden sie durch die Lagerung auch nicht verformt. O-Ringe, die schadhaft sind, etwa durch Deformation, können leicht erkannt werden. 
Egal welcher Verwendungszweck, es muss Stabilität gewährleiset sein. Deshalb gibt es auch O-Ringe ohne Naht und mit verschiedenen Beschichtungen. Temperaturunterschiede schaden den oringen in gewissen Toleranzgrenzen nicht. Sie sind hitze- und kältebeständig. 

Wofür ist ein O-Ring geeignet?
O-Ringe lassen sich meist leicht montieren - sie werden meistens übergerollt - und verbleiben dann an der für sie vorgesehenen Stelle - zum Beispiel einer Nut. Sie können überall dort verwendet werden, wo keine andauernde Rotation stattfindet, aber eine gewisse Beweglichkeit gegeben sein kann oder muss. Werkstoffempfehlungen helfen, den passenden O-Ring zu finden. Neben Schnurstärke und Durchmesser kann auch die Härte eine zu beachtende Eigenschaft bei der Wahl des richtigen O-Ringes sein. Durch ihre Verformbarkeit erhöhen die oringe ihre abdichtende Wirkung unter Druck. Die runde Form sorgt für eine gleichmäßig wirkende Abdichtung. O-Ringe lassen Flüssigkeiten oder Gase nicht eindringen. Verwendung finden sie in Flanschdichtungen, Stangendichtungen und Kolbendichtungen. Aus vielen Bereichen sind O-Ringe nicht wegzudenken:
Neben der weitverbreiteten Nutzung in der Industrie lassen sie sich auch im Haushalt ausfindig machen: Sie befinden sich in allen Ablaufgarnituren, in Verschlüssen und Wasserhähnen. 
 

X-Ringe

 

Bei einem X-Ring handelt es sich um ein Dichtelement, das mit seinem besonderen Vierlippenprofil doppeltwirkend und selbsttätig ist. Typische Werkstoffe sind NBR, FPM, EPDM sowie Silikonkautschuk bzw. MVQ. Durch die spezielle Form lassen sich diese Elemente als statische sowie als dynamische Abdichtung nutzen. Auch als Verbindungselement in hydraulischen oder pneumatischen Anwendungen sind sie geeignet. Im Gegensatz zu den O-Ringen haben die X-Ringe eine doppelt dichtende Funktion. Dies hängt mit der niedrigeren Vorpressung zusammen, die dafür sorgt, dass im dynamischen Einsatz die Reibung verringert wird.
Bei der Montage wird der Querschnitt des XRings radial und axial verpresst, was zu der verstärkten Dichtwirkung führt. Durch den entstehenden Systemdruck erhöht sich die Pressung auf die entsprechenden Flächen der Dichtung. Das Vierlippenprofil verhindert zudem das Verdrillen des Bauteils, wenn es zu Seitwärtsbewegungen kommt. Dies erweitert den Einsatzbereich der XRinge und macht sie zu zuverlässigen Komponenten in der Hydraulik oder Pneumatik.

Charakteristische Eigenschaften

Welcher Werkstoff für den jeweiligen Einsatz geeignet ist, richtet sich nach der Umgebungstemperatur, nach dem Druck und dem Medium, das abgedichtet werden soll. Die Vorteile der XRinge zeigen sich vor allem in der verringerten Reibung, die durch die reduzierte Anpresskraft möglich ist. Dies wirkt sich wiederum positiv auf den Verschleiß aus, sodass die Lebensdauer verlängert wird.
Im Vergleich zum O-Ring wird der Innen- oder Außendurchmesser beim X-Ring von keinem Pressgrat unterbrochen, da sich diese fertigungsbedingte Naht genau zwischen den Lippen befindet. Dies erleichtert die Montage. Außerdem kann sich zwischen diesen Dichtlippen das Schmiermittel sammeln, wodurch sich der Materialverschleiß ebenfalls verringert.

Toleranzen

Die Schrumpfeigenschaften beim XRing werden bereits bei der Planung und beim Einsatz der Produktionswerkzeuge berücksichtigt. Die Elastomere bzw. die Verbundwerkstoffe zeigen teilweise geringfügige Veränderungen, daher gilt es, die entsprechenden Toleranzen mit einzukalkulieren. Mithilfe des geeigneten Standardwerkzeugs kann es nötig sein, die Nutabmessungen anzupassen.
Bei hohen Rotationsgeschwindigkeiten, wie sie in der Hydraulik vorkommen, werden radiale Dichtungen empfohlen, beispielsweise PS-Dichtungen oder Öl-Wellendichtringe. Wenn es sich um einen stillstehenden X-Ring handelt, in dem die Welle rotiert, ist ein kompakter Einbauraum mit Roto-Prinzip die geeignete Variante.

Einsatzbereiche

In zahlreichen technischen Anwendungen ist der XRing ein unverzichtbares Maschinenteil, da er als Kettenglied oder als Dichtungselement eingesetzt werden kann. Er erlaubt eine dynamische Abdichtung auch bei hohem Druck und verschiedenen Geschwindigkeiten. Als statische Abdichtung eignet er sich für den axialen sowie für den radialen Einsatz. Vor der Auswahl des geeigneten X-Ringes ist es wichtig, die betreffenden Umgebungsbedingungen bzw. Parameter zu überprüfen, damit eine saubere Dichtfunktion sichergestellt ist. Hier spielen Relativgeschwindigkeiten, lineare Bewegungen, Rotationsgeschwindigkeiten und Temperaturen eine wichtige Rolle. Der normale Einsatz bezieht sich beispielsweise auf Temperaturen zwischen -30°C und +110°C, während für höhere oder niedrigere Gradzahlen die entsprechenden Spezialwerkstoffe verwendet werden sollten. Weitere wichtige Kriterien beziehen sich auf die jeweiligen Prozessdrücke und Spaltmaße.
Bei einer dynamischen Abdichtung sollten die zugelassenen Werte eingehalten werden; außerdem ist zu berücksichtigen, dass bei radialer Montage eine Aufdehnung von maximal 6% und eine Stauchung von maximal 3% nicht überschritten werden sollten.
 
WELLENDICHTRINGE

WELLENDICHTRINGE

  • Metrisch, zöllig
  • NBR, FPM, PTFE
  • Mit und ohne Staublippe

Wellendichtringe für rotierende Bauteile

 

Der Wellendichtring ist ein kleines Bauteil, das in vielen Maschinen eine wichtige Aufgabe übernimmt. Er kommt immer dann zum Einsatz, wenn eine rotierende Welle durch das Gehäuse der Maschine nach außen tritt. In diesem Fall sorgt er dafür, dass weder Schmierstoffe noch andere Flüssigkeiten aus der Maschine entweichen können. Gleichzeitig schützt er die Bauteile im Inneren des Gehäuses vor Staub, Spritzwasser und anderen Verunreinigungen. Gleichzeitig sorgt er dafür, dass die Bewegung der Welle nicht beeinträchtigt wird. Wir bieten eine große Auswahl an unterschiedlichen Dichtungen an, die sich für sehr vielfältige Aufgaben eignen.

Die Aufgaben der Wellendichtringe in der Hydraulik


Viele Maschinen verwenden einen Motor, der eine Rotationsbewegung erzeugt, um auf diese Weise vielfältige Aufgaben zu erfüllen. In einigen Fällen ist der bewegliche Teil der Maschine vollständig in deren Gehäuse angebracht. Es gibt jedoch auch viele Verfahrensweisen, bei denen es notwendig ist, dass diese Bewegung nach außen geleitet wird. Dies bedeutet stets, dass eine Öffnung im Gehäuse notwendig ist, durch die die rotierende Welle hindurchgeführt wird. Dies bringt jedoch oft einige Probleme mit sich. Denn häufig befinden sich im Inneren des Gehäuses verschiedene Flüssigkeiten, die nicht austreten dürfen. Außerdem gilt es zu verhindern, dass Verunreinigungen aus dem Außenbereich in die Maschine eindringen. Da sich die Welle jedoch gegen das Gehäuse bewegt, ist es schwierig, feste Dichtungen für diesen Bereich zu installieren. Der Wellendichtring ist speziell auf diese Aufgabe ausgerichtet und erfüllt die hohen Anforderungen in diesem Bereich optimal.

Radialwellendichtring oder eine axiale Ausführung


Für Wellendichtringe gibt es zwei grundsätzlich unterschiedliche Ausführungen. Eine Möglichkeit besteht darin, einen Radialwellendichtring zu verwenden. Dieser ist fest mit dem Gehäuse der Maschine verbunden. Über eine Feder wird dabei die Dichtungslippe auf die rotierende Welle gepresst. Wir bieten eine große Auswahl an Radialwellendichtringen an, die auf dieser Technik beruhen. Eine andere Möglichkeit stellt der Axialwellendichtring dar. In diesem Fall ist das Bauteil fest mit der Welle verbunden und rotiert mit dieser. Um die Austrittsstelle abzudichten, presst eine Feder die Dichtungslippe in axialer Richtung gegen das Gehäuse der Maschine.

Unterschiedliche Materialien und Größen


Es ist möglich, Wellendichtringe aus verschiedenen Materialien zu erwerben, die jeweils ganz unterschiedliche Eigenschaften mit sich bringen. Eine sehr beliebte Möglichkeit ist beispielsweise PTFE, da dieser Stoff sehr reaktionsträge ist und sich daher für Anwendungen eignet, bei denen das Produkt in Kontakt mit aggressiven Chemikalien steht. Außerdem ist dieses Material sehr hitzebeständig. Sehr ähnliche Eigenschaften weisen die Dichtungsringe aus FPM auf. Eine andere Möglichkeit besteht darin, Produkte aus NBR zu verwenden. Diese sind sehr elastisch und haben einen geringen Abrieb. Außerdem sind sie sehr beständig gegenüber Ölen und Fetten. Durch die Verwendung der verschiedenen Werkstoffe bietet sich ein sehr breites Anwendungsgebiet. Dies wird auch durch die Auswahl an vielen unterschiedlichen Größen bestätigt. Es ist möglich, einen Wellendichtring mit metrischen Maßen zu verwenden, der zu Maschinen passt, die ebenfalls Bauteile mit dieser Maßeinheit verwenden. Darüber hinaus führen wir jedoch auch zöllische Produkte, falls der Durchmesser der Welle auf diese Maßeinheit abgestimmt ist. In beiden Bereichen sind viele unterschiedliche Größen erhältlich, sodass es möglich ist, fast jede Maschine mit diesen Dichtungen zu bestücken.

HYDRAULIKDICHTUNGEN

HYDRAULIKDICHTUNGEN

  • Nutringe, Kompaktdichtungen
  • Dachmanschetten bis 500 bar
  • Führungs-/ Stützringe

PNEUMATIKDICHTUNGEN

  • Kompakt- und Lippendichtungen aus NBR, Viton, PTFE, PU
  • Komplettkolben

PNEUMATIKDICHTUNGEN

 

Pneumatikdichtungen in Druckluftsystemen, an Druckluft führenden Leitungen und an durch dieses Medium angetriebenen Arbeitsmitteln sollen den Austritt von Luft aus den dafür vorgesehenen Räumen verhindern. Zum einen wird dadurch der kontinuierliche Fluss des Mediums gewährleistet und/oder ein Druckabfall verhindert. Eine Pneumatikdichtung verfügt über eine ihrem Verwendungszweck angepasste Form und wird aus Material gefertigt, das den jeweiligen Anforderungen entspricht. Neben den Einteilungen nach der Form unterscheidet man grundsätzlich zwischen einer berührungslosen und berührenden Pneumatikdichtung und außerdem nach bewegten und unbewegten Varianten.

Materialien
An die (Un)-Durchlässigkeit einer Pneumatikdichtung werden höhere Anforderungen gestellt als an eine, durch die der Austritt von Flüssigkeiten unterbunden werden soll. Gase sind flüchtiger und durch ihre molekulare Struktur gewissermaßen flexibler als Flüssigkeiten. Je nach Belastung finden Materialien Verwendung wie

  • Elastomere
  • Polyurethan
  • Gummi-Metall-Verbindungen und
  • Gummi-Kunststoff-Verbindungen.

Die Formen müssen auf die Funktion abgestimmt sein.
 
Die beiden grundlegenden Einsatzgebiete sind statische und dynamische Anwendungen. Als bewegungslose pneumatische Abdichtungen kommen unter anderem zum Einsatz:

  • Flachdichtung
  • Wellendichtung
  • O-Ring
  • Faserdichtung
  • Dichtungsmaterial wie Bitumen aber auch
  • stoffschlüssige Dichtungen durch Löten oder Schweißen.

Dynamische Pneumatikdichtungen werden nach der Bewegungsart der Aggregate unterschieden in translatorische wie

  • Kolbenring
  • Faltenbalg und 
  • Kohlelamelle 
und in rotatorische Dichtungen, zu denen unter anderem
 
  • Stopfbuchse
  • Radialwellendichtung und
  • Gleitringdichtung 
gehören.

Diesen Belastungen müssen pneumatische Dichtelemente standhalten
Den einfachsten Anforderungen müssen statische Pneumatikdichtungen genügen, wie sie zum Beispiel in Rohrleitungen verwendet werden. Sie verhindern an den Verbindungsstellen zwischen den Elementen einen Gasaustritt und gewährleisten unterbrechungsfreien Transport sowie kontinuierlichen Druck. Belastung durch Reibung und damit einhergehende Erwärmung tritt nicht auf, sodass aufgrund des geringen Verschleißes eine lange Funktionsdauer gegeben ist. Anders verhält es sich dagegen bei dynamischem Zubehör.
Die beweglichen Elemente benötigen einen Schmierfilm, um (im wahrsten Sinn des Wortes) reibungslos zu funktionieren. Dieser Schmierfilm minimiert die Reibung zwischen beispielsweise einer Kolbendichtung und der Gehäusewand des Zylinders. Gleichzeitig sorgt er für das Abführen der durch die Bewegung entstehenden Reibungswärme und hat einen reinigenden Effekt. Ein verändertes Umweltbewusstsein lässt eine permanent erneuerte Schmierung wie zu früheren Zeiten nicht mehr zu. Stattdessen kommt eine Lebensdauerschmierung zum Einsatz.

Wo werden Dichtelemente in der Pneumatik benötigt?
Durch die Pneumatik wird ein umfangreiches Anwendungsgebiet abgedeckt. Keines davon kann auf den Einsatz von Dichtungen verzichten, da an den Übergangsstellen und bei beweglichen Komponenten nur durch diese Elemente das System geschlossen gehalten werden kann.
Zum Einsatz kommen die Abdichtungen regelmäßig beim »Transport« von Druckluft. Doch auch bei komplexeren Aggregaten kann der Funktionsumfang nur durch die passenden Abdichtungen gewährleistet werden. Sie werden benötigt bei Vakuum-Anlagen, im Schaltschrankbau, bei der Luftaufbereitung, für die Funktionssicherung von Aktuatoren und das Abdichten von Ventilschäften gegenüber ihren Führungen. Besonders wichtig sind sie im explosiven Bereich von ATEX Komponenten.

Fazit

Für einen reibungslosen Arbeitsablauf in pneumatischen Systemen bilden intakte Dichtelemente eine wesentliche Grundlage. Sie gewährleisten Effizienz und Wirkungsgrad, sorgen aber auch für Sicherheit. Regelmäßige Kontrolle, Pflege und gegebenenfalls Austausch dieser in einigen Fällen stark beanspruchten Teile in Druckluftanlagen gehören zu den essentiellen Aufgaben beim Betreiben der Aggregate.
FLACHDICHTUNGEN

FLACHDICHTUNGEN

  • Flachringe aus Kupfer, Alu, PTFE, Viton, Gummi-Metall (Usit)
  • Packungen
  • Kompensatoren
  • Dichtungen nach Vorgabe aus Faserwerkstoffen, Gummi etc. 

FLACHDICHTUNGEN

 

Bei Flachdichtungen handelt es sich um ein Dichtelement, das im Rohrleitungsbau und im Apparatebau zwischen zwei Flanschen eingebaut wird. Je nach Art bzw. Größe der Flanschverbindungen nach DIN/EN kommen verschiedene Dichtungen dieser Art zum Einsatz. Diese entsprechen entweder der Normreihe DIN EN 1514 oder DIN EN 12560. Die Ausführung dieser Dichtungen kann unterschiedlich sein. Es gibt flexible Metalldichtungen und ummantelte Ausführungen sowie massive Ausführungen.

Material
Diese Hilfsmittel für den Rohrleitungsbau und Apparatebau werden aus verschiedenen Materialien hergestellt. Es stehen hierfür Metall, Kupfer, Pressfaser und Kohlenstofffaser sowie Mineralfaser und Elastomere zur Verfügung.
Einsatzgebiete Da die Produkte der Dichtungstechnik sehr vielseitig sind, wurden die Dichtungen allgemein so entwickelt, dass sie von ihren Eigenschaften her gleich mehrere Zwecke erfüllen können. Eine Dichtung ist in der Lage verschiedene Teile zusammenzuhalten und gleichzeitig zu ermöglichen, dass diese Teile ohne Probleme auseinandergebaut und möglicherweise auch ausgetauscht werden können, ohne das gesamte Konstrukt neu fertigen zu müssen. Allerdings ist es nötig, dass für die verschiedenen Einsatzzwecke verschiedene Flachdichtungen zum Einsatz kommen müssen. Dichtungsausführungen für bestimmte Einsatzzwecke Dabei werden flexible Metalldichtungen zum Beispiel dort zum Einsatz gebracht, wo nur geringe Schraubenkräfte erforderlich sind. Damit eine derartige Flachdichtung für den Fall, dass auf sie Druck ausgeübt wird, nicht bricht bzw. anderweitig nachgibt, befindet sich im Flansch eine Rille. Alternativ werden je nach Konstruktion auch innen und außen Stützringe gesetzt. Damit die Dichtung auch recht flach ausfallen kann, werden diese Stützen recht glatt ausgeführt. Aus diesem Grund kommt es zu einem zwar lokal hohen Druck, der erzeugt wird, aber die Verbindung zwischen dem Flansch und der Dichtung hält durch sehr gut. Derartige Ausführungen kommen vor allem beim Rohrleitungsbau zum Einsatz. Im Rohrleitungsbau ist dies wichtig, weil die Rohre auch über Eck gehen können und es nicht möglich ist unendlich lange Rohre zum Einsatz zu bringen. Dies ist schon allein im Bezug auf die Herstellung der Rohre nicht möglich. Aus diesem Grund müssen mehrere sicher miteinander verbunden werden, sodass sich hier die Dichtungstechnik Produkte als zuverlässig und ideal erweisen. Eine ummantelte Dichtung besteht aus einem Kern und einer Hülle. Diese ist aus Stahl oder aus einer Nickellegierung, die korrosionsbeständig ist. Diese Ummantelung ist wichtig, weil der Kern dieser Flachdichtung auch gegen chemische Einflüsse geschützt werden muss. Der Kern verfügt dabei über eine Stützfunktion. Diese gibt bei Druck nach. Der Einsatz der Dichtungstechnik beim Anlagen- und Apparatebau indes ist sehr wichtig, dass die einzelnen Teile, die auch recht klein sein können, zusammengehalten werden. Außerdem ermöglicht jede Dichtung für sich, dass das Gerät in seine Einzelteile zerlegt und wieder fest bzw. dicht zusammengebaut werden kann. Ein weiterer Einsatzbereich dieser Konstruktion von Flachdichtung ist der Automobilbau für die Zylinderkopfdichtung. Die massiven Metalldichtungen schließlich werden zum Einsatz gebracht, wenn hohe Schraubenkräfte gefordert sind. Dies trifft zu, wenn stabile Flansche miteinander verschraubt werden müssen.
GUMMIPLATTEN

GUMMIPLATTEN

  • Gummiplatten, Folien
  • Moosgummiplatten
  • Kunststoffplatten
FALTENBÄLGE

FALTENBÄLGE

  • Für Führungsbahnen, Lineareinheiten, Spindeln, Wellen, Zylinder 
  • Material, Durchmesser, Faltenzahl nach Wunsch

Faltenbalg

 

Ein Faltenbalg ist ein elastischer Schlauch aus Gummi, der sich ziehharmonikaartig zusammenfalten kann. Als Alternative zum Gummi kann der Balg je nach Einsatzgebiet auch aus Leder oder Kunststoff gefertigt werden. In der Regel werden Faltenbälge über Maschinenteilen angebracht, die sich ineinander schieben. Dies dient als Dichtung und Schutz vor Fremdeinflüssen wie Verschmutzung und der Abdichtung gegenüber der Umgebung.

Faltenbälge für Hydraulik nach Wunsch

Bälge verschiedener Form und Größe können präzise nach Kundenwusch angefertigt werden. Dabei sind Durchmesser, Material und Faltenzahl individuell variabel. Die Bälge können für verschiedene Einsatzgebiete nach Maß gefertigt werden, so unter anderem für Zylinder, Wellen, Spindeln, Lineareinheiten und Führungsbahnen.

Der Faltenbalg als Dichtungen

Bei vielen technischen Geräten dient der Balg als sichere Abdichtung, um die mechanischen Teile der Maschine abzuschirmen. Beispielsweise werden Bälge dazu genutzt, um rotierende Wäschetrommeln gegenüber dem Laugenbottich und dem Gehäuse abzuschirmen. Zudem ist der Balg hier ein typisches Verschließteil. Auch zur Belüftung von beweglichen Maschinenteilen werden Bälge benötigt. Hier dient er nicht allein der Abschirmung, sondern auch der Belüftung von zwei Maschinenteilen, die sich gegeneinander bewegen. Dies trägt zur Kühlung der Motoren bei. Diese Funktionseise ist zum Beispiel von Kühlgebläsen im Wagenkasten von Lokomotiven bekannt. Ein Balg hat gegenüber anderen Dichtungsvarianten den Vorteil, dass er beweglich und flexibel ist und sich wegen seiner ziehharmonikaartigen Form maschinellen Bewegungen anpassen kann.

Bälge für vielfältige Einsatzgebiete

Die Einsatzbereiche von Faltenbälgen sind äußerst vielfältig. In vielen Bereichen erfüllen sie jeweils eine Schutz-, Abdichtungs- und Belüftungsfunktion. Motorradfahrer kennen Bälge zum Beispiel von der Motorradgabel, wo sie dem Schutz der Gabeldichtringe dienen. Ansonsten trifft man Bälge im Straßenverkehr unter anderem bei PKW-Anhänger an, wo sie den bei Anhängerdeichseln als Stoßdämpfer genutzt werden. Ein besonders wichtiges Einsatzgebiet ist der Führungsbahnschutz. Damit Spindeln und Führungsbahnen nicht durch äußere Einflüsse beschädigt werden und präzise arbeiten können, schützt man sie mit Bälgen. Nicht zu vergessen ist die Verwendung von Bälgen bei Ventilen. Vor allem in der chemischen Industrie nutzt man die Bälge zum hermetischen Abdichten von beweglichen Ventilbauteilen gegenüber anderen Bauteilen.

Hochwertige und belastbare Materialien

Moderne Bälge werden aus hochwertigen und belastbaren Materialien gefertigt. Zumeist wird eine hochwertige Gummimischung verwendet. Diese sorgt dafür, dass der Balg sich flexibel bewegen und anpassen kann, aber dennoch solide und reißfest bleibt. Gute Materialien garantieren einen geringen Verschleiß und eine lange Haltbarkeit der Bälge. Außerdem ermöglichen sie eine äußerst präzise Fertigung der Bälge nach jeder Vorlage und für jeden Gebrauch. Die Anzahl der Falten ist dabei ebenso variabel wie die Form der Bälge. Häufige Ausführungen sind zum Beispiel oval, konisch, rund, rechteckig, vieleckig wechselgefaltet oder quadratisch. Selbstverständlich lassen sich die Bälge gezielt für verschiedene Einsatzgebiete konzipieren und herstellen. So können beispielsweise Gleitbahnschützer, Rollabdeckungen, Abstreifer oder Kamerabälge in jeder gewünschten Größe und Form entstehen. Auch Bälge zur Nachrüstung können nach Maß angefertigt werden. Zur flexiblen Einpassung kann man sich mit Schnürriemen, Reißverschlüssen oder Klettbandverschlüssen versehen. Ob als Schutzmechanismus oder als Dichtungen, maßgefertigte Bälge aus hochwertigen Materialien erfüllen in vielen verschiedenen Einsatzbereichen ihren Zweck und überzeugen durch perfekte Funktionalität und geringen Verschleiß.
RUNDSCHNÜRE, U-PROFILE, KANTEN-SCHUTZPROFILE

RUNDSCHNÜRE, U-PROFILE, KANTEN-SCHUTZPROFILE

  • Gummi, Moosgummi, PVC
AXIALWELLENDICHTRINGE

AXIALWELLENDICHTRINGE

  • Für Staub. –und Spritzwasserschutz 
  • aus verschiedenen Materialien und Bauformen
RADIALWELLENDICHTUNGEN

RADIALWELLENDICHTUNGEN

  • RWDR in verschiedenen Bauformen und Materialien
  • Mit und ohne Staublippe
MUFFENDICHTUNGEN

MUFFENDICHTUNGEN

  • Kanalrohrdichtungen

Muffendichtungen für höchste Anforderungen

 

Die Muffendichtung ist eine der gebräuchlichsten Dichtungsarten. Es gibt sie in in der Kanalisation, in jedem Haus und in jedem Haushalt. Auch viele Werkzeuge sind ohne sie undenkbar. Durch die weite Verbreitung ist aufgrund großer Stückzahlen trotz höchster Qualität ein günstiger Preis möglich. Gummi, Kunststoffe, Gummi-Kunststoffmischungen oder Kunststoff-Metallverbindungen sind die verwendeten Materialien. Sie gewährleisten je nach Zweck eine optimale Abdichtung.

 

Elastische und starre Muffendichtungen

Die Muffendichtung gehört zur Gruppe der statischen Dichtungen, das heißt, die Elemente der Dichtung müssen unter Belastung keine Bewegungen ausführen. Dennoch sind Dichtungen dieser Art höchsten Anforderungen ausgesetzt. Dichtungen müssen weit mehr leisten, als keine Stoffe – ob flüssig oder gasförmig – nach außen bzw. innen hindurchtreten zu lassen. Rohrleitungen beispielsweise sollen sie nicht nur dicht und stabil verbinden, sondern gleichzeitig eine gewisse Flexibiltät besitzen. Senkt sich der Boden um eine Rohrleitung, darf dies nicht zu Rissen führen. Obwohl die Dichtung also nicht in einem Arbeitsablauf bewegt wird, muss sie dennoch teils nicht zu unterschätzende Bewegungen aushalten. Elastische Verbindungen wie Gummiroll- und Gummiquetschdichtungen gewährleisten diese Flexibilität bei gleichzeitig optimaler Dichtigkeit. Natürlich leisten die Gummidichtungen die "Arbeit" nicht alleine, auch die Ausführung der Muffenkammer am Anschlussrohr spielt eine Rolle. Beide Teile stimmt der Fachmann aufeinander ab. Starr sind hingegen Dichtungen für Vergussmuffen, Gewindemuffen, Schweißmuffen u.s.w.

 

Vielfältige Verwendungszwecke

Muffendichtungen finden sowohl bei pneumatischen, d.h. mit Luft arbeitenden, als auch bei hydraulischen, d.h. mit Wasser arbeitenden Systemen Verwendung. Unverzichtbar sind sie in der Abwassertechnik, zum Beispiel in Form von Kanalrohrdichtungen. Auch viele Geräte und Apparaturen in Haushalten benöten eine Muffendichtung. Die hohe Verbreitung und die vielfältigen Anwendungszwecke haben auch eine starke Differenzierung und damit eine große Auswahl zur Folge.

 

Einsatzgebiete in der Hydraulik

Das Wort Hydraulik stammt aus dem Griechischen und bedeutet soviel wie "Wasserrohr" bzw.

"Wasserrohrtechnik". Die Einsatzgebiete reichen von Klima-und Kältetechnik über Werkzeughydraulik bis hin zu Schienenfahrzeugen. Hydraulische Systeme basieren darauf, dass Wasser oder Öl in einem geschlossenen Rohr, etwa dem Bremszylinder eines Autos, unter Druck gesetzt werden, um die Bewegung eines anderen Bauteiles, hier der Bremse, in Gang zu setzen, müssen Dichtungen in Hydraulischen Systemen äußerst zuverlässig abdichten. In solchen Systemen entstehen zudem enorme Drücke. So wird bereits in der Niederdruck-Hydraulik mit Drücken bis um 20 MPa gearbeitet, in der Höchstdruck-Hydraulik sogar mit Drücken bis zu 70 MPa. Es ist zudem keine Seltenheit, dass die Dichtungen Temperaturen von über 100 Grad Celsius standhalten müssen. Auf der anderen Seite sollen auch niedrigste Temperaturen wie im Permafrostgebiet den Dichtungen nichts anhaben können.

 

Einsatzfelder in der Pneumatik

Das Wort "Pneumatik" stammt ebenfalls aus dem Griechischen und bedeutet soviel wie "Drucklufttechnik". Auch bei pneumatischen Systemen kommt es auf Geschlossenenheit an. Sie hängt mit der Energieeffizienz des Systems zusammen. Die pneumatischen Dichtungen verbinden die Bauteile eines solchen Systems miteinander und gewährleisten die Geschlossenheit. Neben Stangendichtungen und Kolbendichtungen, die die Hauptarbeit in pneumatischen Systemen verrichten, kommen auch statischen Dichtungen wie Muffendichtungen zum Einsatz. Sie müssen ebenfalls hohen Temperaturen standhalten und sollten zudem möglichst langlebig sein.

SPEZIALDICHTUNGEN & FORMTEILE

SPEZIALDICHTUNGEN & FORMTEILE

  • CNC-Teile nach Kundenvorgabe