Pulsationsdämpfer
Pulsationsdämpfer und Hydraulikspeicher
Nicht alle hydraulischen Pumpen sind in der Lage, einen kontinuierlichen Strom der Flüssigkeit zu erzeugen. Meist wird das Hydrauliköl diskontinuierlich oder leicht pulsierend gefördert. Gerade bei Hubkolben- und Membranpumpen ist das der Fall. Das bedeutet, dass sich der Hydraulikkolben etwas ruckartig bewegt. So sind kaum präzise Bewegungen möglich. Bei vielen Maschinen, wie zum Beispiel bei Landmaschinen, ist das nicht weiter tragisch. Muss aber sehr genau gearbeitet werden, sind Pulsationsdämpfer nötig. Sie gleichen dann die Pulsation mit einem Hydraulikspeicher aus.
So funktioniert die Dämpfung genau
Eine Pumpe mit Hubkolben erzeugt nur beim Ausstoß einen Flüssigkeitsstrom. Selbst bei zwei Kolben gibt es kleine Unterbrechungen des Förderstroms, weil an den Totpunkten beide Kolben die Richtung wechseln und deswegen ganz kurz keine Förderleistung erzeugen. Zur Überbrückung dieser kurzen Pausen werden Speicher und ein Gefäß zum Druckausgleich benötigt. Durch einen leichten Überdruck im Druckausgleichsgefäß, das meist mit Stickstoff gefüllt ist, drückt das Gas auf die Speicherflüssigkeit und hält so einen kontinuierlichen Druck sowie eine gleichbleibenden Flüssigkeitsstrom aufrecht. Hiernach füllt der Kolbenhub das Vorratsgefäß wieder auf. Dadurch steigt auch wieder der Druck im Druckausgleichsgefäß. So wird die Dämpfung für die nächste Arbeitspause des Förderkolbens vorbereitet. Am nächsten Totpunkt beginnt der gesamte Prozess wieder von neuem. Hierbei ist es wichtig, dass die Förderleistung der Hubkolben etwas höher ausgelegt ist als die benötigte Leistung. Nach dem gleichen Prinzip arbeiten auch die Luftdruckpumpen an den Tankstellen. Direkt beim Kompressor kann man die Pulsation der Pumpe sogar hören. Der große Drucktank übernimmt hier die Funktion vom Hydraulikspeicher. Zwischen Drucktank und Abnahmestelle ist ein Druckminderer eingebaut. Er ist dafür verantwortlich, dass nur der zulässige Druck an den angeschlossenen Geräten ankommt. Gleichzeitig erfüllt er die Funktion des Druckausgleichsgefäßes. Im Zusammensiel ergeben auch diese Teile einen Pulsationsdämpfer.
Eine Volumenstromdämpfung lohnt sich immer
Ein konstanter Druck und ein gleichmäßiger Volumenstrom ist für präzise Bewegungen der Hydraulikkolben natürlich wichtig, wenn es um Präzision geht. Aber auch bei anderen Anlagen, die vielleicht nicht auf den Millimeter genau arbeiten müssen, ist eine Pulsationsdämpfung sinnvoll. Da an den Umkehrpunkten einer Kolben- oder Membranpumpe der Druck abfällt, kommt es zu einem Rückstoß der Hydraulikflüssigkeit. Dieser Rückschlag wirkt natürlich auch auf den Kolben beziehungsweise auf die Membran. Auf Dauer führen diese Schläge zu einer Materialermüdung der mechanischen Teile. Oft werden auch die Schläuche von diesen Rückschlägen betroffen. Zur Schonung aller Teile kann eine Stabilisierung des Drucks und des Volumenstroms entscheidend beitragen. Oft wirkt sich eine Dämpfung auch auf die Lautstärke der gesamten Anlage positiv aus. Außerdem ist eine konstante Leistung ohne Leistungsspitzen besser zu dosieren. Außerdem muss die Pumpe nicht so oft ausgetauscht oder repariert werden. Es lohnt sich also auch, vorhandene Anlagen aufzurüsten.
Als Fachbetrieb für Hydraulikspeicher helfen wir Ihnen gern bei allen Fragen rund um Pulsationsdämpfung.

