Niederdruckfilter
Filter für den Niederdruckbereich erhalten Sie von uns in verschiedenen Ausführungen unterschiedlicher Hersteller.
Alle Hydrauliksysteme müssen vor Verunreinigungen geschützt werden, um reibungslos zu funktionieren. Feste oder flüssige Schmutzpartikel in der Druckflüssigkeit würden zu Abrieb und Korrosion führen und damit zum Nachlassen der Leistung oder gar zum kompletten Ausfall der Anlage. Daher ist es zwingend notwendig, hochviskose Getriebeöle und andere Fluidmedien zu filtrieren. Hydraulikfilter werden im Regelfall direkt nach der Pumpe und dem Druckbegrenzungsventil installiert. Die kompakte Bauweise vieler Druckfilter und spezielle Anschlüsse ermöglichen die Verschraubung an der Pumpe oder in der Rohrleitung. Es gibt Gerätetypen für die verschiedenen Druckbereiche. Hochdruckfilter arbeiten bei Drücken bis maximal 450 bar, Mitteldruckfilter bis 210 bar. Niederdruckfilter sind für Drücke bis 25 bar ausgelegt. Am häufigsten werden sie in Hydraulikkreisläufen mit Arbeitsdrücken bis maximal 10 bar und statischen Drücken bis 25 als Voll- oder Teilstromfilter eingesetzt. Niedrige Differenzdrücke tragen zur Energieeinsparung bei. Die Anwendungsgebiete von Niederdruckfiltern reichen vom Anlagen- und Maschinenbau über die Automobilindustrie bis hin zur Kraftwerkstechnik. Weder Stahlwerke noch Papierfabriken können auf Niederdruckfilter verzichten. Auch Windräder, Schiffe und Schienenfahrzeuge hätten ohne diese Hydraulikfilter schnell den sprichwörtlichen Sand im Getriebe.
Verschiedene Niederdruckfilter und ihre Bauweise
Niederdruckfilter können als Leitungsfilter, Doppelschaltfilter, Anflanschfilter und Filter in Zwischenplattenbauweise konstruiert sein. Somit bietet sich für jeden Anwendungsbereich die effektivste Lösung. Rücklauffilter halten beispielsweise den gesamten Schmutz zurück, der aus einer Hydraulikanlage ausgespült wird. In der Regel ist der Filterkopf direkt mit dem Tank verbunden oder wird über spezielle Schraubkappen befestigt. In sehr großen Anlagen würden solche Tankeinbaufilter die hohen Rückflussmengen kaum bewältigen. Hier erzielt man mit Niederdruckfiltern in Form von Leitungsfiltern die besseren Ergebnisse. Weit verzweigte Hydraulikanlagen mit verschiedenen Zylindern und Pumpen als mögliche Verschmutzungsquellen kommen nicht mit einem einzigen Filter aus. Zur Filtration großer Flüssigkeitsmengen werden meist Rücklauffilter oder Saugfilter mit Hoch- und Niederdruckfiltern kombiniert.
Doppelschaltfilter erlauben die Umschaltung des Fluidstroms ohne Unterbrechung des Betriebs, da der Wechsel der Filterelemente in Einhandbedienung erfolgen kann. Alle Hydraulikfilter verfügen über einen Wartungsanzeiger, um den aktuellen Stand der Schmutzaufnahme-Kapazität abzulesen. Mehrschichtiger Aufbau der Filterelemente ermöglicht hohe Kapazitäten, niedrige Druckflusswiderstände und einfache Wartung. So ist bei der neuesten Generation von Niederdruckfiltern der Wechsel der Filtereinsätze ohne Werkzeug möglich.


