Torqmotoren

 

Der Name Torqmotor ist eine Markenbezeichnung für langsam laufende Hydraulikmotoren mit hohem Drehmoment. Der Name leitet sich dementsprechend vom englischen Wort Torque ab, das dem Begriff Drehmoment im Deutschen entspricht. Es handelt sich bei diesem Hydraulikantrieb um eine Variante des Gerotor- oder Zahnringmotors mit einem speziell gestalteten Innenzahnring.

Aufbau und Funktionsweise von Torqmotor und Gerotor Einheiten

Verantwortlich für die Leistungsfähigkeit, Robustheit und lange Lebensdauer des Torqmotors ist ein Innenzahnring, dessen Zähne als Rollen ausgeführt sind. Diese Konstruktion verringert die Reibung und den Verschleiß an den Zahnkränzen, die bei Gerotor Einheiten üblicherweise Rotoren genannt werden. Eine Gerotor Einheit arbeitet nach dem Verdrängerprinzip und gehört nach seiner Bauart zu den Zahnradpumpen. Sie besitzen das Charakteristikum, dass der äußere Zahnring genau einen Zahn mehr besitzt, als der innere Zahnkranz.

Beim Zahnringmotor drehen sich beide Rotoren gleichsinnig ineinander und der Innere ist etwas exzentrisch zum Äußeren so angeordnet, dass am kleinsten Radius genau ein Zahn auf eine Zahnlücke trifft und gegenüber, am größten Radius, Zahn gegen Zahn, beziehungsweise Lücke gegen Lücke steht. Die hierdurch entstehenden Hohlräume sind bei Gerotor Pumpen und Motoren für den Transport der Hydraulikflüssigkeit verantwortlich, der dadurch zustande kommt, dass sich die Hohlräume in Drehrichtung, durch den Versatz von einem Zahn, zunächst öffnen und dann wieder schließen.

Der Unterschied zwischen Torqmotor und einfachem Zahnringmotor

Der Torqmotor nutzt die geometrische Eigenheit des typischen Zahnringmotors aus, dass der Innenrotor mit einer Trochoidverzahnung versehen ist, die Zähne des Außenrotors aber durch Kreissegmente beschrieben werden. In dieser Kombination steht jeder Zahn des inneren Rotors, während der gesamten Umdrehung der Rotoren, in ständigem Kontakt mit dem Außenrotor und schließt damit die Hohlräume zwischen den Zähnen gegeneinander ab.

Da die Zähne im Außenring einen zylindrischen Umriss besitzen, lassen sie sich einfach durch Rollen ersetzen. Genau das ist bei der Gerotor Einheit der Fall. Die Zähne des inneren Rotors gleiten nun nicht mehr über die Oberfläche des äußeren Rotors hinweg, sondern rollen auf den jetzt drehbaren Zahnflächen ab. Eine ausreichende Schmierung der rotierenden Zähne wird normalerweise bereits durch das transportierte Hydrauliköl sichergestellt. Das Ergebnis dieser Konstruktion ist ein Hydraulikmotor, der bei langsamer Drehzahl ein hohes Drehmoment liefert und dabei sehr robust sowie langlebig ist.